Berlin-Reise-2015

Trotz der Uhrzeit waren alle guter Dinge, als sich die Düssel-Buntu Truppe um viertel nach Vier  morgens am Hauptbahnhof traf. Die fünf Stunden Zugfahrt vergingen also recht zügig und mit guter Laune. In Berlin angekommen, fuhren wir erst einmal zur Jugendherberge und installierten uns in unseren Zimmern. Dann ging es wieder in die Stadt. Nach dem Mittagessen und dem besichtigen des Brandenburger Tors, stand auch schon der erste Programmpunkt für die Hälfte der Truppe an: Es ging in den Bundestag.
Nachdem wir die Sicherheitskontrollen des Paul-Löbe-Haus passiert hatten, war das erste, was uns auffiel, ein Alarm der alle paar Minuten läutete. Wie sich später herausstellte, war es das Zeichen, dass die Politiker bekamen, wenn sie sich schleunigst in den Saal begeben sollten, in dem die Abstimmungen stattfanden, die heute anstanden. Zunächst wurden wir in einen Raum geführt, in dem wir von Andreas Rimkus Assistenten, Dirk, empfangen wurden, da Andreas Rimkus selbst aufgrund der Abstimmungen noch aufgehalten wurde. Also führten wir bereits ein intensives Gespräch mit Dirk, wo wir ihn mit Fragen bezüglich des VW-Skandals oder der Flüchtlingsdebatte löcherten, als Rimkus zu uns stieß. Dieser stieg gleich mit ein und erzählte uns außerdem noch viel über sich selbst und seine Rolle als Abgeordneter.

Danach aßen wir in dem Besucher-Bistro des Bundestages zu Abend.
Als Nächstes war die Plenarsitzung vorgesehen. An etwas teilzunehmen, was man sonst immer nur im Fernsehen sah, begeisterte uns. Leider verpassten wir den Auftritt von Herrn Rimkus, da unser Termin vorverlegt worden war und wir schon wieder rausgehen mussten, als er an die Reihe kam. Abschließend besichtigten wir die Kuppel und fuhren dann wieder in die Jugendherberge zurück. Für den nächsten Tag war ein ziemlich straffes Programm vorgesehen. Der erste Programmpunkt war der Besuch im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Dort erklärte uns zunächst Frau Domnic anhand einer Präsentation, aus welchen Grundsäulen dieses Ministerium aufgebaut ist, und woran diese im einzelnen arbeiten, um den Deutschen Bürgern, insbesondere den Familien, den Jugendlichen und den Senioren, die bestmögliche Lebensqualität zu bieten.

 

Im Anschluss daran kam Herr Wiebusch, der uns seine Arbeit im Bundesministerium präsentierte und anschließend Freiraum für Fragen ließ, den wir natürlich in vollen Zügen ausnutzten.
Zum Schluss begeisterten wir ihn mit einer spontanen Performance unseres Rapsongs „Düsseldorf fair!“.  Als nächster Punkt stand das Bundeskanzleramt an. Nach ebenfalls strikten Sicherheitskontrollen wurden wir in einen Saal geführt, wo uns zuerst ein Film gezeigt wurde, der von dem Gebäude erzählte und uns einen Einblick gab, wo die Bundeskanzlerin arbeitet. Danach fand ein Gespräch mit der Assistentin der Staatsministerin Aydan Özoguz, die Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration statt - ein Bereich, der uns natürlich sehr interessiert, und das Gespräch deswegen spannende Ergebnisse lieferte.

 

In etwas gehetzter Stimmung (denn von Ort zu Ort kamen wir zu Fuß) machten wir uns auf den Weg zum Auswärtigen Amt, jedoch nicht ohne eine Esspause auf der Straße des 17. Juni einzulegen, wo sich aufgrund des 25. Jubileum der deutschen Einheit die Currywurstwagen und Crepes-Stände nur so aneinanderreihten. Im Auswärtigen Amt angekommen, wurde uns ebenfalls zuerst ein Film gezeigt. Dieser veranschaulichte die Arbeit und Funktion des Amtes in anderen Ländern anhand von Beispielen. Anschließend stellte sich Herr Dr. Rasch vor, der im Dienst des Auswärtigen Amtes schon in zahlreichen Ländern gelebt hatte. Die Arbeit eines Diplomaten rief große Neugier unter der Buntu-Truppe hervor, sodass eine Frage nach der anderen kam.
Der letzte Programmpunkt war wieder der Bundestag. Dort hatten wir ein letztes Gespräch mit Andreas Rimkus, wo wir unsere Berlin-Fahrt reflektierten und uns dafür bedankten, dass er uns diese Fahrt ermöglicht hatte - und natürlich die letzte Gelegenheit, ihn mit unseren Fragen zu löchern. Zum Abschluss nahm Rimkus uns mit auf die Kuppel, da manche sie noch nicht besucht hatten, und wir genossen den Sonnenuntergang mit der Aussicht auf die Berliner Skyline.
Voller Eindrücke und annähernd gestilltem Wissensdurst ging es Samstag Mittag auch schon wieder nach Düsseldorf zurück.

Sara, 19 Jahre

 

 

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